Desertifikation: eine Unterrichtseinheit im Lk Erdkunde 11

17 Schüler(innen)

Ergänzung: Mindmap(2004) mit Sachinformationen zum Thema

1. Arbeitsgrundlage Buch: Terra Erdkunde SII Räume und Strukturen

 

hier zwei Beispielseiten aus o.a. Lehrbuch

 

2. Lesen, markieren, Schlüsselbegriffe, Zusammenhänge verdeutlichen

 

3. Arbeit in Zweiergruppen an 8 Rechnern: Programm Mindmap

Auftrag: mindmaps erstellen und die wichtigsten Begriffe als erläuternden Text in den Textfelder eingeben. Die so entstandenen Texte werden nach Word exportiert und dienen als Grundlage der Präsentation. Evtl. übertragen auf Karteikarten, um die Präsentation zu üben.

Sowohl die Qualität und Übersichtlichkeit der mindmap, als auch die Gruppenpräsentation werden getrennt bewertet.

 

4. Beispiel 1 der mindmaps mit dazugehörendem Text

Desertifikation

1.  Natürliche Ursachen

1.1 Niederschlag

Wenig Niederschlag (von Mai bis September) lässt kaum Vegetation zu. Diese kurzen Regenfälle durchfeuchten den Boden nur geringfügig. Dadurch verhärtet die Oberfläche und der neue Niederschlag kann nur in kleinen Teilen eindringen. Bodenabspülung ist die Folge.

1.2 Dürre

» Siehe auch:  : Grundwasserspiegelsenkung

2.  Anthropogene Ursachen

2.1 Nomadismus

Nomadismus trägt zwar zur Degradation bei, aber man sollte auch nicht vergessen, dass nur Nomaden diese trockenen Regionen nutzen können..

2.1.1  Aufstockung der Herden

2.1.2  Grundwasserspiegelsenkung

2.1.3  Sesshaftigkeit

2.2 Bürgerkriege

Bürgerkriege haben die Bevölkerungsteile der betroffenen Ländern beschädigt. Es gab Streit  um Landrechte, weil das Land für die Versorgung unverzichtbar ist.

2.3 Abhängig von Weltwirtschaft

Dieter Senghaas, ein Politikwissenschaftler: Nicht die Dürre, sondern die marktorientierte Produktion ist für die Hungersnot verantwortlich. Exportgüter erzielen Absatzrekorde. Wenig produktiv für den lokalen Bedarf. Schmidt-Wulfen, ein Geograph: Während der Dürre wurden keine Nahrungsmittel exportiert. In Mali kaum Teilung in Subsistenzbauern und Weltmarktproduzenten

 

2.4               Bevölkerungswachstum

 

3.   Problemlösung

3.1 steigende Bevölkerungsdichte

3.2 steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln

3.3 steigender Arbeitseinsatz

3.4 Ertragssteigernde Technologien

3.5 steigende Bodenproduktivität

3.6 Erhaltung der Erträge

3.7 steigender Bodenwert

3.8 Investition für Bodenschutz

4.  Definition: Desertifikationsprozess

Unter klimatischen Vorraussetzungen und Berücksichtigung der Niederschläge in ariden, semiariden und subhumiden Zonen wird der ökologische Kreislauf durch menschliche Nutzung zerstört. Der Begriff Desertifikation bedeutet auch Degradation der Produktionssysteme.

5. Beispiel 2 Desertifikation am Beispiel Sahel

1.  Gegenmaßnahmen

1.1 Beispiel

 

steigende Bevölkerungsdichte

steigende Nachfrage nach Nahrungsmittel und Marktprokukten

steigender Arbeitseinsatz je ha

Übernahme und Ausbreitung ertragssteigender Technologien

steigende Bodenproduktivität

Verbesserung/ Erhaltung der ha-Erträge

steigender Bodenwert

Investitionen für Bodenschutz, Bäume, Produktivität

2.  Ursachen

2.1 Bevölkerungswachstum

Die Bevölkerung nahm im Verlauf der Jahre 1950 bis 1970 um bis zu 100% zu. Dies führte zu einer erheblichen Ausweitung der Ernährungsbasis. Solange die Bevölkerungsdichte gering ist kann die Bodenfruchtbarkeit aufgrund der lang andauernden Brache erhalten bleiben. Das Bevölkerungswachstum führt zu größeren Anbauflächen, kürzeren Brachezeiten oder Dauernutzung.

2.2 Klima

Ein Problem in der Sahelzone stellen die schwankenden Niederschläge dar, deren Ursachen jedoch nicht bekannt sind. Kurze und starke Regenfälle in der Dornsavanne durchfeuchten den Boden nur geringfügig. Die Oberfläche verhärtet anschließend wodurch die Niederschläge nur zu kleinen Teilen in den Boden eindringen können. Bodenabspülung ist die Folge. Grasser Gegensatz hierzu sind Monate mit nur einem Regentag.

2.3 Geld

2.3.1  Abhängigkeit von der Weltwirtschaft

Während der Dürre in Mali wurde die Nahrungsmittelproduktion für den lokalen Konsum gesenkt, bei den Exportgütern aber wurden Absatzrekorde erzielt. Die Bauern wurden durch Exportproduktion begünstigt so wurden die Nahrungsmittelproduktion aber gering gehalten. Der Hard Cash der so gewonnen wurde bekamen aber nicht die Bauern nicht die Bauern, sondern für Import und Finanzierung von Arbeitsplätzen in der Industrie und Bürokratie.

2.3.2  Regionaler Geldmarkt

Hungersnot im westlichen Sudan (1984-1985) Als 1984 sich eine Dürre ankündigte stiegen die Preise überdimensional, obwohl es auf nationaler Ebene keinen Getreidemangel gab. Dies kommt auch oft bei anderen Agrargütern vor. So wird der plötzliche Abfall von Produktion auf die Dürre geschoben. Der wichtige Faktor aber sei fallende und steigende Preise, die die Produktion verändern. So muss man Landdegration als sozioökonomische Krise sehen.

2.4 Nomadismus

Auch der Nomadismus trägt zur Degration z.B. durch Aufstocken der Herden bei. Auch werden immer wieder neue Pumpen gebaut, was den Grundwasserspiegel senkt. Aber Nomaden verfügen über ein System, was die übermäßige Konzentration von Mensch und Tier verhindert d.h. der Weidedruck wird saisonal auf verschiedene Gebiete verteilt. Diese Systeme sind aber, seit die Regierung Pläne hat die Nomaden  sesshaft zu machen, zusammengebrochen. Außerdem wird Ackerbau in günstige Zonen des Nomadismus verlegt.

2.5 Bürgerkrieg

Die Auswirkungen der verschiedenen Bürgerkriege und Stammesfehden, so im Sudan und im West Sahel, haben alle Bevölkerungsteile der betroffenen Länder geschädigt.

3.  Definition

"Der Desertifikationsprozess ( bezieht sich ) auf Vorgänge, bei denen unter gegebenen klimatischen Vorraussetzungen und unter Berücksichtigung der Variabilität der Niederschläge in ariden, semiariden allenfalls noch subhumiden Zonen das ökologische Potenzial durch menschliche Nutzung stark geschädigt oder gar zerstört wird."

"Deserfikation ist die Degradation der Produktsysteme in Trockengebieten, die sich als Ergebnisse jahrhunderterlanger Interaktion zwischen menschlichen Gemeinschaften und ihrer Umwelt entwickelt haben."

6. Beispiel 3 Dürren in der Sahelzone

1.  Weltwirtschaft

1.1 Thesen

1.1.1  Exportorientierter Anbau der Kleinbauern

Entgegen der Vermutung, dass Kleinbauern ausschließlich Subsistenzwirtschaft betreiben, wurden sie mit der Zeit Mischproduzenten, indem sie z.B. Baumwolle für den eigenen Bargeldbedarf anbauen. Jedoch hat die eigene Ernährung der Familie immer noch höchste Priorität.

Das Nahrungsproblem entstand durch die Preispolitik am Weltmarkt.

Die Folge:    Mehr "cash crops" - weniger Nahrung

Der Staat begünstigte diese Haltung der Bauern, um Importprodukte zu finanzieren. Jedoch bekamen die Kleinbauern keinen angemessenen Gegenwert.

1.1.2  Kapitalistische Betriebe

Großbetriebe produzieren mehr und mehr für den Weltmarkt, dabei sinkt die Produktion für den lokalen Konsum erheblich. Mit Exportgütern, wie Erdnüssen und Reis, erzielen die Betriebe neue Absatzrekorde. Die Mehrzahl der Bevölkerung arbeitet mittlerweile für den exportorientierten Markt, nicht mehr für den lokalen Bedarf.

2.  Steigende Bevölkerungsdichte

 

Steigende Bevölkerungsdichte

-> Aufstockung der Viehherden

   -> Überweidung

   -> Zerstörung des Bodens

   -> Desertifikation

-> Dauernutzung

     -> kürzere Brache

     -> schlechtere Ernten

-> mehr Feuerholz benötigt

     -> Übernutzung der Holzbestände

» Siehe auch:  : Folge auf die Umwelt

 

3.       Klimaprobleme

3.1 Folge auf die Umwelt

Durch die unregelmäßigen und seltenen Niederschläge in der Sahelzone, trocknet der Boden unter den hohen Temperaturen und der starken Sonneneinstrahlung soweit aus, dass sich Risse bilden. Selbst die geringen Niederschläge führen zu keiner Erholung des Bodens, im Gegenteil, er wird nur weiter abgespült.

3.2 Folge auf den Menschen

Abhängig von den Regenfällen, fällt die Ernte oft sehr gering aus. Bei mehreren Missernten in Folge drohen den Menschen Hungerkatastrophen.

4.  Bürgerkriege

Ausgelöst durch gegenseitigen Gebietsansprüchen von Nomaden und Bauern, die immer weiter in die Weidengebiete vordringen, um der Vertrocknung in den entstehenden Wüstengebieten auszuweichen, entwickeln sich die Bürgerkriege zu echten Problemen.

7. Beispiel 4: Hungerkatastrophen

1.  Klimaschwankungen

Große Klimaschwankungen sind nicht die Hauptverursacher der Desertifikation. Die Ursache liegt an der Beeinflussung des Menschen. Durch ihre Vorratshaltung haben die Nomaden schon viele Dürreperioden überstanden.

 

» Siehe auch: Desertifikation

1.1 Dürre

Große Dürre treten immer wieder auf. Sie sind normal für diese Zone.

1.1.1  Spenden

Sie verursachen eine Welle von Mitleid der Industrieländer.

» Siehe auch: Sesshaftmachung

1.2 Regenvariabilität

Fällt nur an einem einzigen Tag im Juni regen, beginnt die Saat zu keimen und muss neu gesät werden.Bei starkem Regen führt es sogar zur Verhärtung des Boden und bei neuem Niederschlag zu Bodenabspülung.

2.  Desertifikation

"Desertifikation ist die Degradation der Produktionssysteme in Trockengebieten, die sich als Ergebnisse jahrhunderte langer Interaktionen zwischen menschlichen Gemeinschaften und ihrer Umwelt entwickelt haben." (Quelle:Fouad Ibrahim:A Reassessment of the human Dimension of Desertification. In: Geojournal 31.5.1993 S.5)

3.  Menschen

» Siehe auch: Desertifikation

3.1 Sesshaftmachung

Durch verschiedene Bemühungen der Industrieländer, wie z.B. Brunnenbau und Lebensmittellieferungen, werden die Nomaden dazu gebracht sesshaft zu werden.

3.1.1  Ackerfläche

Da die Menschen nun längere Zeit an einem Ort bleiben wird die Brachezeit verkürzt.

Bodenfruchtbarkeit

Dies setzt die Fruchtbarkeit des Bodens herab.

» Siehe auch: Nahrungsmangel

3.1.2  Bevölkerungswachstum

Die Sesshaftmachung führt auch zu einer besseren medizinischen Versorgung. Die Bevölkerung wächst.

Holzbestände

Durch das Bevölkerungswachstum benötigen die Menschen mehr Feuer- und Bauholz und holzen die Wald ab.

Herdenaufstockung

Durch das starke Bevölkerungswachstum, benötigen die Menschen mehr Nahrung und stocken ihre Herden auf.

Nahrungsmangel

 

3.1.3  Eigeninitiative

Durch "unnötige" Lebensmittellieferungen sinkt die Eigeninitiative der Bevölkerung. Sie können ohne Hilfe nicht mehr überleben.

 

3.2 Nomaden

3.2.1  Wasserversorgung

Durch Verbesserung der Wasserversorgung und der Mobilität der Herden könnte die Situation der Nomaden verbessert werden.

3.3 Verkauf

Wenn die Menschen dazu gezwungen sind ihr Land zu verkaufen sind sie in starkem Maße von niederem Einkommen abhängig. Sie werden anfälliger für Nahrungsmangel

 

» Siehe auch: Nahrungsmangel

8. Beispiel 5: Probleme der Sahelzone

1.  Niederschlag

» Siehe auch: Tiere

1.1 Variabilität der Niederschläge

Die schwankenden Niederschläge werden in der Sahelzone zum Problem, da zwischen Regenfällen oftmals 6 Wochen liegen und somit eine Dürreperiode entstehen kann.

1.2 Erosion

Die starken aber kurzen Regenfälle der Dornsavanne durchfeuchten den Boden nur geringfügig, so verhärtet sich die Oberfläche und Bodenabspülungen und Erosionsschäden sind die Folge.

1.3 Lösungen

Die Menschen der Sahelzone haben gelernt, mit Trockenjahren umzugehen, die Lagerung von Getreide bietet ihnen Nahrung in Dürrezeiten.

1.4 Zerstörung durch den Menschen

Der Desertifikationsprozess (bezieht sich) auf Vorgänge, bei denen unter gegebenen klimatischen Voraussetzungen und unter Berücksichtigung der Variabilität der Niederschläge in ariden, semiariden allenfalls noch subhumiden Zonen das ökologische Potenzial durch menschliche Nutzung stark geschädigt oder gar zerstört wird.

2.  Tiere

» Siehe auch: Bevölkerungswachstum

2.1 Viehhaltung

In der Sahelzone werden bei weitem zu viele Tiere gehalten. Unter anderem Schafe, Ziegen, Rinder und Kamele.

2.2 Vegetation

Durch die großen Massen an Vieh in der Sahelzone, ist die Vegetation gefährdet. Die großen Herden benötigen zuviel an pflanzlicher Biomasse. Die Viehhlter geben höchstens die Hälfte an.

3.  Weiter Ursachen

3.1 Normadismus

Die Normaden haben durch ihre Aufstocken der Herden, durch Beanspruchung von Grundwasser zur Degradation beigetragen. Aber sie haben auch ein Verfahren, das die Konzentration von Mensch und Tier im Gleichgewicht hält.

3.2 Hilfsorganisationen

Ob die Hilfsorganisationen nur helfen ist fraglich, denn sie machen das Volk auch abhängig von Nahrungsmitteln.

3.3 Regierung

Die Macht steht an oberster Stelle!

4.  Wirtschaft

4.1 Export

Die Sahelzone exportiert Güter (Erdnüsse/Reis) in die ganze Welt, selbst in Nahrungsengpässen wird exportiert.

4.2 Preispolitik

Die Preispolitik zwang den Kleinbauer die Nahrungsproduktion gering zuhalten. Diese Entwicklung vollzog sich im Interesse der nationalen Eliten. Die Bauern finanzierten den Staat, bekamen aber keinen angemessenen Gegenwert.Während der Hungersnot 1984 explodierten sogar die Preise für Getreide, obwohl kein Mangel vorhanden war.

 

Die Preispolitik zwang den Kleinbauern die Nahrungsproduktion gering zu halten. Diese Entwicklung kam der nationalen Elite zu gute.Die Bauern finanzierten den Staat, bekamen aber keinen angemessenen Gegenwert.

4.3 Gründe

Die Desertifikation und des Menschen Umgang mit der Natur werden oft als Gründe der Armut benutzt, in wirklichkeit ist es jedoch mehr der fallende oder steigende Preis.

5.  Bevölkerungswachstum

» Siehe auch: Niederschlag

5.1 Kollaps des Ökosystems

Durch den starken Zuwachs der Bevölkerung bis zu 100%, kam es zu einer erheblichen Ausweitung der Ernährungsbasis. Die Bevölkerung vergrößerte Anbauflächen, kürzte die Brachezeit und nutze die Felder zum Dauerfeldbau.

5.2 Schäden

5.2.1  Holz

Die wachsende Bevölkerung übernutzt die Holzbestände (Feuerholz)!

5.2.2  Felder

Die kürzere Brachezeit führt dazu, dass der Boden sich nicht regenerieren kann und seine Nährstoffe schneller verliert. Über eine kurze Zeit hinweg (1-3 Jahre) sind die Nährstoffe im Boden erschöpft und eine Bebauung nicht mehr lohnend.

5.2.3  Ackerflächen

Die Ackerflächen werden durch Brandrodung immer mehr ausgeweitet, und somit werden Weideflächen verloren.

9. Beispiel 6: Sahel 

 1.  Natürliche Ursachen

1.1 Variabilität der Regen

1.1.1  Degradation

In der Dornsavanne werden die Böden nur durch starke und kurze Regenfälle geringfügig durchfeuchtet. Da der Boden ausgetrocknet und verhärtet ist, können sie das Wasser nicht lange speichern. Es kommt zur Degradation (Bodenabspülung)!

1.1.2  Ernteausfall

Eine von drei bis vier Ernten fällt in der Sahelzone sehr gering aus!

 » Siehe auch: Hungerkatastrophen

1.2 Klima

Das Klima ist an sich schon ein Problem, da die Sahelzone sich über die Dornsavanne und Trockensavanne zieht. Daher liegt die Durchschnittstemperatur bei ca. 27°C. Auf Grund des jährlichen Niederschlags zwischen 200-500 mm ist es meist 7 Monate arid.

1.2.1  Hungerkatastrophen

2.  Preisentwicklung

Obwohl kein akuter Nahrungsmangel vorhanden war, explodierten die Preise am regionalem Markt aus Manipulations- und Geldgründen.

3.  Mögliche Lösung

3.1 Erhöhung der agrarischen Tragfähigkeit

Erhöhung der agrarischen Tragfähigkeit durch Intensivierung durch Verbesserung der Wasserversorgung, durch Agroforesting und erhöhte Mobilität der Herden. Aber das ist nur in vereinzelten Gebieten der Sahelzone evt. möglich.

4.  Abhängigkeit der Entwicklungsländer

4.1 Marktorientierte Produktion

Laut Politikwissenschaftler Dieter Senghaas ist die Nahrungsproduktion für den lokalen Konsum gesunken, während die marktorientierte Produktion von agrarischen Exportgütern Absatzrekorde erzielte. Doch der Geograph Schmidt-Wulffen sieht die wahren Ursachen für die Hungerkatastrophen in der Verbindung zwischen heimischer und kapitalistischer Art der Produktion! Für die kleinen Bauern war die Ernährungssicherheit ihrer eigenen Familie schon immer Priorität, doch finanzierten sie den Staat, bekamen aber dafür keinen angemessenen Gegenwert.

5.  antrophogene Ursachen

5.1 Mensch

5.1.1  Desertifikation

Desertifikation ist der fortschreitende Prozess der Degradation in ariden, semiariden und subhumiden Zonen. Dabei wird das ökologische Potenzial durch menschliche Nutzung stark geschädigt oder gar zerstört.

5.1.2  Bevölkerungswachstum

Zwischen 1950 und 1970 ist die Bevölkerung um 50 teilweise auch 100 % gestiegen.

Kollaps des Ökosystems

Der Regenfeldbau wurde auf Grund des Bevölkerungswachstums irrational ausgebreitet und die Viehherden wurden aufgestockt.

Dauernutzung der Landflächen

So lange die Bevölkerungsdichte gering ist, können die Felder länger brach liegen um sich zu erholen. Doch wenn die Bevölkerung wächst, dann werden mehr Anbauflächen benötigt, dies führt zu kürzerer Brache oder sogar zur Dauernutzung.

Siehe auch: Minimierung der Weideflächen

Übernutzung der Holzbestände

Minimierung der Weideflächen

Weideflächen gehen zugunsten von Ackerflächen zurück. Es werden sogar Flächen, die eigentlich für den Dauerfeldbau ungeeignet sind, intensiv genutzt und somit zerstört.

» Siehe auch: Dauernutzung der Landflächen

5.1.3  Nomadismus

Sesshaftmachung

Die Regierung will die Nomaden sesshaft machen, um die günstigen Zonen des Nomadismus für den Ackerbau zu verwenden. Somit wurden die Viehhirten in noch trockenere Zonen verdrängt.

 Absenkung des Grundwasserspiegels

Strategien der Viehhaltung

Je mehr Vieh ein Nomade hat, desto angesehener ist er. Daher haben sie ihre Vieherden "unnötig" aufgestockt!

10. Beispiel 7 Ursachen der Desertifikation

1.  Niederschlag

1.1 Starke Schwankungen in Regenzeit

Der Niederschlag fällt in der Regenzeit meist nicht über die komplette Zeit der Regenzeit, sondern an einem Tag sehr viel und am anderen Tag sehr wenig oder gar nicht. Der Boden verkrustet!

» Siehe auch:  : Abschwemmung des Oberbodens

1.1.1  Der Boden verkrustet

1.2 Niederschlagsdefizite

In einigen Jahren fällt generell weniger Niederschlag als in anderen Jahren

2.  Nomadismus

2.1 Aufstocken der Viehherden

2.1.1  Überweidung

» Siehe auch: Der Boden verkrustet

2.2 Neue Brunnen werden gebaut

Durch neue Brunnen wird mehr Wasser abgepumpt, dadurch senkt sich der Grundwasserspiegel

2.2.1  Senkung des Grundwasserspiegels

3.  Bevölkerungswachstum

Durch den Nahrungsmangel werden neu Felder bewirtschaftet. Für diese Felder werden mehr Arbeitskräfte benötigt. Kinder als Arbeitskräfte.

» Siehe auch: Ausbreitung der Ackerflächen

3.1 Kinder als Altersvorsorge

3.2 Schlechte/keine Verhütung

4.  Dauerfeldbau

Durch die dauerhafte Nutzung des Bodens zerstören die Menschen ihre eigene Ernährungsbasis. Auslöser für die Hungersnöte.

4.1 Kürzere Brachezeit

Durch die dauerhafte Nutzung des Bodens, werden die Nährstoffe schnell verbraucht. 

4.1.1  Abschwemmung des Oberbodens

4.2 Ausbreitung der Ackerflächen

4.2.1  Weitere Degradation des Bodens

4.2.2  Ausweitung bis in die Dornsavanne

Nomaden werden weiter in Richtung Wüste vertrieben: Nomadismus

 

11. Präsentation mit Laptop und Beamer

 

 

 

 

 
12. Weiterer Unterricht: Mali als Sahelstaat

Internetrecherche im Computerlabor

 

http://www.koopiworld.de/pub/mali.htm

 

http://www.helvetas.ch/deutsch/projekte/laender/afrika/mali_ma30.html

 

http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=104&type_id=12

 

http://www.weltalmanach.de/1088.html

 

http://www.erdkunde-online.de/0991.htm

 

http://www.einsteinfreun.de/stoff/unterricht/erdkunde/mali/mali.php4

 

http://www.crosswinds.net/~buonviaggio/Mali.html

 

http://www.amadeus.net/home/dest/de/AFRICA/ml/23.htm

 

http://www.fherrgen.de/mali10.htm

 

http://www.programm-mali-nord.de/hintergrund/hintergrund.html

 

http://www.solidarische-welt.de/sites/173/Sahel.htm